Prichsenstadt
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650 Jahre Stadtrecht // 1367 - 2017

Karl IV., König von Böhmen und Kaiser des römisch-deutschen Reiches,  wurde am 14. Mai 1316 in Prag geboren.  Nach der Regelung der Wahl des römisch-deutschen Königs in der „Goldenen Bulle“ im Jahre 1356 begann er, den Verbindungsweg von seinem Stammland Luxemburg über Nürnberg nach Prag auszubauen. An mehreren Stellen errichtete er Burgen und verlieh vielen Orten an dieser Handelsstraße das Stadtrecht.

 
Am 16. Dezember 1366 kaufte Karl IV. für 6 500 Pfund Heller das Dorf Briesendorf  mit Burg und Jagd von den Fuchsen von Dornheim ab, die es seit 1331 besaßen.  Es sollte als Zwischenachse zwischen seinem Kronland Böhmen und den Stammlanden in Luxemburg eingesetzt werden. Briesendorf war für den Kaiser interessant, weil es bereits  eine Burg besaß und zwischen der Reichsstadt Nürnberg und der Stadt der Königswahlen, Frankfurt, lag.
 
Am 6. Januar 1367 bei einem Aufenthalt in Würzburg und Heidingsfeld Weihnachten 1366 und Neujahr  1367 erhob er Briesendorf zur Stadt, mit Marktrecht und Zoll ausgestattet. Der neue Name war jetzt Prichsenstadt. 
 
Sein Sohn Wenzel, der zwar noch ein Kind war, bekam die Stadt übertragen und bestätigte und erweiterte bei einem Besuch im Jahre 1397 diese Stadtrechte. In einer Urkunde nannte er die von seinem Vater erteilten Privilegien und  bestätigte alle Rechte wie einen Festungsbau, Bann, Stock- und Halsgericht, Freyheit (Freihof) und Wochenmärkte