Prichsenstadt
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Stadtteil - B R Ü N N A U

Brünnau (184 Einwohner)

gehört mit etwa 200 überwiegend protestantischen Einwohnern zu den kleineren Ortsteilen der Großgemeinde. Die Gemarkung des Haufendorfes (246 m NN) schließt mit der Bimbachs und der Järkendorfs das Gebiet in der Großgemeinde im Norden gegen den benachbarten Landkreis Schweinfurt ab. In dem im Tal der Schwarzach gelegenen Altdorf scharen sich überwiegend landwirtschaftliche Anwesen um die jüngst renovierte evangelische Filialkirche der Pfarrei Bimbach.

Der Mittelsteinzeit zuzurechnende Einzelfunde deuten darauf hin, dass schon in frühgeschichtlicher Zeit hier lebten. Es steht nicht fest, ob der Ort erst in fränkischer Zeit gegründet wurde. Der in mittelalterlichen Urkunden erwähnte Ortsname „Brunne“ oder „Brünn“ weist auf einen größeren Brunnen, vielleicht auch eine Quelle hin, die den Namen gab.

Die Grafen zu Castell verkauften zu Beginn des 14. Jahrhunderts die Vogteirechte über den Ort an das Kloster Schwarzach. In dieser Zeit war Brünnau als Filiale der Pfarrei Stadelschwarzach angegliedert. Die Adelsfamilien von Seinsheim und die Fuchs wurden zunächst vom Kloster mit jeweils einigen Anwesen belehnt. Schließlich erwarben die Fuchs das gesamte Dorf vom Kloster als Eigenbesitz.
Durch sie wurde schon im 16. Jahrhundert auch hier die Reformation eingeführt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließen sie den Bau der heutigen Filialkirche ausführen.

Im jetzt als Naturdenkmal ausgewiesenen Werksandsteinbruch der am südöstlich des Dorfes gelegenen steilen Talhang zu erkennen ist, wurde bis ins letzte Jahrhundert Stein gebrochen.